Die Anglerfreunde Speyer sind mit dem Zustand des Russenweihers im Neuland sehr zufrieden. „Die Werte könnten kaum besser sein“, sagte Siegfried Steinbrenner, Vorsitzender des Vereins, auf Anfrage. Im Winter erhole sich das Gewässer zwar immer etwas. Doch aktuell lasse die Wasserqualität nichts zu wünschen übrig. Steinbrenner führt dies unter anderem auf das Belüftungssystem Drausy zurück, das Ende November im Weiher installiert worden war. Ein Kompressor pumpt seitdem beständig Frischluft in einen Schlauch, der auf dem Seegrund liegt. Durch kleine Öffnungen entweichen Bläschen mit angewärmter Luft in den Wasserkörper und sorgen für stetige Sauerstoffzufuhr.
Als Nebeneffekt hat Steinbrenner beobachtet, dass der Russenweiher auch an den wenigen sehr frostigen Tagen nicht gänzlich zugefroren ist, sondern sich der Verlauf des Schlauchsystems im dünnen Eis an der Oberfläche klar abgezeichnet habe. Die Wirkung der neuen Belüftung auf den Zustand des Sees könne man erst nach einem Jahr tatsächlich beurteilen. Voraussichtlich im März wollen die Angler eine Bestandsaufnahme machen, wie viele Fische sich im Gewässer tummeln. Dazu hat Steinbrenner eigens ein Echolot angeschafft. Was ihn besonders freut: „Die beiden Schwäne sind wieder da.“ Das Schwanenpaar brütet seit Jahren am Russenweiher und macht sich regelmäßig im Mai mit den Jungtieren auf den Weg zum Altrhein. Im vergangenen Jahr war zuerst ein Schwan verschwunden, dann auch der zweite.